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Notruf-Lösung für VoIP entwickelt

Wird es eine standardisiert Lösung ...

29.06.2006, Die Unternehmensberatung Detecon International und Forscher der FH Frankfurt haben ein Notruf-System für Voice over IP (VoIP) entwickelt. Die Lösung macht es möglich, Anrufer, die über VoIP von wechselnden Standorten aus telefonieren, zu lokalisieren. Ihr Notruf über die Rufnummer 112 wird dann an die nächstgelegene Rettungsleitstelle weitergeleitet. Bislang war eine automatische Standortidentifikation der Nutzer von Sprachdiensten in IP-Netzen noch nicht gegeben. Das Notruf-Problem ist nach Ansicht von Detecon drängend, denn Prognosen zufolge werden 2010 bereits Millionen Menschen in Deutschland ausschließlich VoIP für Telefongespräche nutzen.
Das Modell von Detecon und der FH Frankfurt basiert auf dem SIP-Standard (Session Initiated Protocol). „Dieses Protokoll sorgt bei VoIP für den Verbindungsaufbau zwischen den Telefonen. Ein SIP-Telefon muss sich dabei immer zunächst am heimischen SIP-Server anmelden, um die derzeitige Internetadresse mitzuteilen", erläutert Professor Dr. Ulrich Trick von der FH Frankfurt. Aufgrund dieser Signale zwischen Endgerät und SIP-Server sollen die physischen Netzwerkadressen im Zugangsnetz ausgelesen und dem Nutzer zugeordnet werden. Daraus lässt sich wiederum eindeutig auf den genutzten DSL-Eingangsport schließen."

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